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Kinder psychisch kranker Eltern im Kontext der Kindertagesstätten

Zweitägige Fortbildung!
Mi, 14.4.2021 - Mi, 16.6.2021 jeweils 9-16 Uhr
Veranstaltungsnummer
05/2021
Ausführliche Beschreibung
Psychische Erkrankungen führen nicht selten zu einer schweren Beeinträchtigung des familiären Zusammenlebens. Besonderen Belastungen und Gefährdungen sind dabei die betroffenen Kinder ausgesetzt. Das frühzeitige Erkennen und Einordnen psychischer Verhaltensauffälligkeiten der Eltern bildet die Voraussetzung für präventive Interventionen mit nachhaltiger Förderung der kindlichen Entwicklung.
Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen, vor allem mit traumatischen Erfahrungen in den frühen Lebensphasen, kommt es zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung ihrer Kontaktfähigkeit. Hinzu treten Störungen der Stresstoleranz, der Mentalisierung und der Identitätsbildung. Im ersten Teil der Fortbildung werden die daraus abzuleitenden Auswirkungen auf das elterliche Fürsorgeverhalten d.h. auf Feinfühligkeit und Responsivität gegenüber den kindlichen Bedürfnissignalen dargestellt. Daneben werden Beobachtungskriterien zur Einschätzung der Belastung der kindlichen Bindungsentwicklung beschrieben.
Besonders in den Kindertagesstätten und Kindergärten finden über lange Zeiträume enge Kontakte zwischen den Fachkräften, den Eltern und ihren Kindern statt. Erziehungsdefizite der Eltern und Förderbedarfe der Kinder können beobachtet und entsprechend eingeordnet werden. Das Erziehungsverhalten der Eltern und die Bindungsentwicklung der Kinder können nur dann nachhaltig gefördert werden, wenn es gelingt, einen vertrauensvollen Zugang zu den Familien zu gewinnen. Die Vermittlung der Eltern in die entsprechenden diagnostischen und therapeutischen Einrichtungen wird durch Stigmatisierung und Tabuisierung erschwert und bedarf daher einer engen Zusammenarbeit zwischen den Institutionen der Jugendhilfe, des Bildungssystems und des Gesundheitswesens einschließlich der Erwachsenenpsychiatrie. Es werden die organisatorisch-institutionellen und inhaltlich-konzeptionellen Voraussetzungen eines integrativen Ansatzes erläutert. Im zweiten Teil der Fortbildung können die theoretischen Informationen im Rahmen von Fallbeispielen in die Praxis übertragen und die Handlungssicherheit der Fachkräfte gestärkt werden.
Ziele:

• Erkennen und Einordnen psychischer Verhaltensauffälligkeiten im familiären Kontext

• Präventive Intervention und nachhaltige Förderung der kindlichen Entwicklung

• Theoretische Informationen anhand von Fallbeispielen, Übertragung in die Praxis

• Stärkung der Handlungssicherheit der Fachkräfte
Veranstaltungsort
Friedrich-Karrenberg-Haus Velbert, Konferenzraum Kirchenkreis Niederberg
Lortzingstraße 7
42549 Velbert
Zielgruppe
Leitungen, Stellv. Leitungen, päd. Mitarbeitende
Referent/in
Dr. Michael Hipp
Arzt für Neurologie, Psychatrie und Psychotherapie, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Hilden, Kreisgesundheitsamt Mettmann, Mitbegründer Förderkreis KIPKEL e.V. Prävention für Kinder psychisch kranker Eltern im Jahr 1998.
Teilnahmebeitrag
200 € für MA Kirchenkreise/230 € für ext. Teilnehmer
Veranstalter / veröffentlicht von:
Fachreferat Tageseinrichtungen für Kinder

Lortzingstr. 7
42549 Velbert
fortbildungen@ekir.de
Tel.-Nr. 02051-9654-18
Fax-Nr. 02051-9654-21