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20.03.14

Klausurtag der "AG Personalplanung" am 8.3.2014

Am 8. März 2014 traf sich die "AG Personalplanung" im Kirchenkreis Niederberg in Fortsetzung der Absprachen vom 27. 2. 2014 (zum Bericht >>>). Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter aus den Presbyterien, Mitarbeitende aus den Gemeinden und aus den kreiskirchlichen Arbeitsfeldern. Moderiert wurde dieser Klausurtag durch Ingrid Schneider und Werner Dotzauer von der "Gemeindeberatung/Organisationsentwicklung" der EKiR.

Nach einer kurzen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde ging es direkt um die zentrale Frage: "Kreiskirchliche Personalplanung - was haben die Gemeinden davon?" Anhand vorsichtiger Annäherungen wurde in wechselnden Kleingruppen diskutiert. Insgesamt ergab die Zusammenfassung der Ergebnisse ein nachvollziehbares Bild:

  • Was kann unser Gewinn sein bei einer kreiskirchlichen Personalplanung?
    Unter dieser Fragestellung ging es vor allem um die Wertschätzung guter Angebote und gut ausgestattete Beschäftigungsverhältnisse. Es gab Gedanken der Vernetzung und des (Aus-) Tauschs untereinander, sodass der Kirchenkreis einerseits mehr sein könnte als die Summe seiner Gemeinden und andererseits durch zentrale Erledigung von Aufgaben sich auch Sparpotentiale ergeben könnten.
  • Welche Gedanken kommen in uns, wenn wir auf die bisherigen Überlegungen schauen?
    Hier wurde Überlegungen festgehalten, die sich innerhalb der Begriffe: Amt und Ehrenamt, Aufgaben/Inhalte und Kompetenzen, Organisation und Zeit bewegten.
  • Was könnte hinderlich sein auf dem Weg zu einer gemeinsamen Personalplanung?
    Es war ein wenig überraschend, auch diesen Punkt in den Blick zu nehmen. Neben Neid, Mißgunst und Machtverlaust wurden hier vor allem solche Punkte benannt, die darauf hinweisen, dass die Gemeinden lieber alleine weiterarbeiten wollen, dass Vertrauen untereinander fehle und eine Identitätsverlust zu befürchten sei. Auch die Grenzen des Ehrenamtes wurden bedacht.

Hilfreich für den letzten Punkt war die Anmerkung der Moderatoren, dass diese hinderlichen Faktoren ohnehin wirksam würden und es gut sei, sie vorab schon zu identifizieren. Auch verberge sich hinter manchem Hindernis vielleicht eine unerwartete Antriebskraft oder Idee.

Im Anschluss  an diesen Einstieg teilte sich die gesamte AG in vier Kleingruppen, die sich in einem rotierenden System hintereinander mit den von der Landeskirche vorgeschlagenen vier Modellen der Personalplanung befassten. Jede Gruppe befasste sich mit pro- und contra-Argumenten und ließ diese beim Wechsel an den nächsten Tisch für die folgende Gruppe zurück. Das aus diesem Arbeitsschritt sich herauskristallisierende Ergebnis wurde deutlicher durch eine Aufstellung: Auf die vier Ecken des Raumes waren die vier Modelle (Regionale Kooperationsräume, Kirchenkreismodell, Partielles Kirchenkreismodell und Mischformen) verteilt. Die Teilnehmer der AG sollten sich entsprechend Ihrer persönlichen Präferenz zu einem dieser Modelle stellen. Es ergab sich, dass etwa die Hälfte der Personen der AG sich zwischen "Mischformen" und "Partiellem Kirchenkreismodell" positionierten. Die andere Hälfte konzentrierte sich auf das Modell "Regionale Kooperationsräume".

In einem weiteren Schritt bewegten sich die Mitglieder der AG in einem Entscheidungskontinuum: Auf dem Boden wurde eine gerade Strecke angedeutet. Ein Ende dieser Strecke war beschriftet mit: "Ich befürworte das Modell der regionalen Kooperationsräume und werde mich entschieden dafür einsetzen." Das andere Ende mit: "Ich bin gegen dieses Modell und werde dagegen arbeiten." Zwischen diesen beiden extremen Positionen gab es ein Kontinuum an anderen Entscheidungsmöglichkeiten. Hier ergab sich ein deutliches Bild: Das Modell der Regionalen Kooperationsräume im Kirchenkreis Niederberg erhielt zahlreiche Befürworter und aktive Unterstützer; niemand sprach sich ausdrücklich dagegen aus. Allerdings waren die die Ideen, Anregungen und Nuancen interessant, die wie folgt festgehalten wurden:

  • ein Presbyteriumskompatibler Start
  • ein Versuch, sich nicht wirklich zu bewegen
  • eine Einigung geht für dieses Modell am ehesten
  • gut anschlussfähig im Anfang
  • Kooperation ist vernünftig; die Entwicklung geht zu mehr
  • Weiterentwicklung nötig und möglich
  • Ziel muss mehr sein; wir verzehren uns in Diskussionen
  • müssen kreativ mit den Gemeinden arbeiten, dass das unser Modell wird.

Es ergab sich also ein recht deutliches Ergebnis auf die Frage, welches Modell einer Kreiskirchlichen Personalplanung in Niederberg in den Blick genommen werden soll. Die angeführten Bedenken machen aber auch deutlich, dass damit noch nicht alle Fragen geklärt sind, sondern sich in der Umsetzung noch weitere Anfragen und Hindernisse ergeben werden.


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