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16.06.14

AG Personalplanung am 10.06.2014

Zu einer weiteren Sitzung traf sich die AG Personalplanung gemeinsam mit Vertretern aus dem KSV, den Einrichtungen und der Verwaltung. Herr Buchholz moderierte die Sitzung und erinnerte zunächst an den Ausgangspunkt der Personalplanung im Kirchenkreis Niederberg:


Die Landessynode 2013 beschloss, dass es in jedem Kirchenkreis verbindliche Verabredungen über eine abgestimmte, gemeinsame Personalplanung geben solle. Dazu gehören auch Grundsätze für verbindliche gemeindeübergreifende Formen der Kooperation, eine  Erhebung des Personalbestands und eine Bezugnahme zum Pfarrstellenrahmenkonzept. Hintergrund sind unter anderem Planungen über den zukünftigen Personalbestand dieser Berufsgruppen.

Im Kirchenkreis Niederberg setzte die Herbstsynode 2013 deswegen die AG Personalplanung ein. In dieser AG gab es große Zustimmung für das Kooperationsmodell aus der landeskirchlichen Vorgabe. (Zum Bericht >>>) Zudem gab es Treffen der Berufsgruppen zur Information und Meinungsbildung. Die Mitarbeitenden in der Kirchenmusik entwickelten ein Konzept, das langfristig auf das sog. "Kirchenkreismodell" hinausläuft. Ausserdem gibt es eine Gesamtschau über Personal, Planungen, Konzeptionen und Schwerpunkte der Gemeinden.

Daraus ergeben sich nun weitere Schritte und Fragen: Innerhalb des Kooperationsmodells müssen die Kooperationsräume deutlich werden. Noch offen ist, ob diese Räume regional und / oder inhaltlich gestaltet werden und welchen Grad der Verbindlichkeit solche gemeinsamen Verabredungen und Entscheidungen haben werden. Auf der Herbstsynode 2014 soll ein Ausschuss Personalplanung eingesetzt werden und jede Gemeinde wird einen Personalkirchmeister wählen.

Hinsichtlich der Kooperationsräume wurde ein Vorschlag mit 3 +1 Regionen diskutiert:

  • Langenberg, Neviges, Tönisheide, Dönberg
  • Velbert-Mitte Velbert-Dalbecksbaum
  • Wülfrath, Düssel, Schöller, Gruiten

Offen bleibt dabei, in welche Region sich Heiligenhaus orientieren würde. Über Alternativen wurde diskutiert.

Für den Grad der Verbindlichkeit von Verabredungen ergeben sich verschiedene Ansätze und Fragen:

  • Die zentrale Verteilung der Kirchensteuer durch den Kirchenkreis könnte verändert werden, indem alle Gemeinden denselben "Pro-Kopfbetrag" erhalten. Bisher erhält jede Gemeinde die Kirchensteuern, die ihre Gemeindeglieder zahlen.
  • Eine gemeindeübergreifende gemeinsame Festlegung von „Bedarfen“ und dementsprechender Zuteilung von Personal ist denkbar.
  • Vorstellbar ist aber auch eine gemeinsame Anstellungsträgerschaft aller Mitarbeitenden mit anteiliger Finanzierung und vertraglicher Vereinbarung.
  • Ein Gemeindeverband könnte gegründet werden. Dann würden Anstellung, Dienst- und Fachaufsicht auf den Verband übergehen können.
  • Eine Kooperation durch Satzung mit einem gemeinsamen Personalausschuss
  • Oder eine Kooperation durch Vereinbarung über den gemeinsamen Personaleinsatz. Dann blieben die Anstellung, Dienst- und Fachaufsicht der Mitarbeitenden bei einer der beteiligten Gemeinden bleiben.

In einem Meinungsbild stimmten 12 Anwesende für den Gemeindeverband als weiterführendem Modell. 7 Personen stimmten für eine Kooperation durch Vereinbarung.

Offen bleibt die Frage nach der Gestaltung der Kooperationräume:

  • Sind andere als regionale Kooperationen denkbar und handhabbar?
  • Oder ist es denkbar, einen kreiskirchlichen Personalplanungsausschuss einzusetzen und zum zentralen Element zu machen?
  • Infolge dessen könnte auch der Kirchenkreis insgesamt zu einem großen Kooperationsraum werden?
  • Und welche Möglichkeiten bieten die Kooperationsräume über eine reine Personalplanung hinaus?


Aus den genannten Impulsen und (An-) Fragen ergab sich noch kein konkretes Bild für eine Konzeption. Daran wird die AG Personalplanung im Sep. 2014 weiter beraten. Auf der Synode im Herbst 2014 wird berichtet; eine Beschlussfassung soll dann im Sommer 2015 erfolgen.