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2.10.14

AG Personalplanung am 17. 09. 2014

Am 17. Sep. 2014 traf sich erneut die Arbeitsgruppe Personalplanung im Friedrich-Karenberg-Haus und kam zu einem vorläufigen Ergebnis. Superintendent Buchholz fasste zunächst den Stand des bisherigen Prozesses zusammen:

Grundlage für die Arbeit der AG ist der Beschluss der Landessynode 2012 für eine verbindliche Personalplanung aller Gemeinden in einem Kirchenkreis. Die Kreissynode 2013 setzte daraufhin die Arbeitsgruppe ein, um Vorschläge für die Umsetzung im Kirchenkreis Niederberg zu erarbeiten. Im Frühjahr setzte sich die AG mit den Grundmodellen der Kooperation auseinander. Parallel arbeiteten die drei betroffenen Berufsgruppen (Jugendmitarbeitende, Kirchenmusiker/innen, Küster/innen und Hausmeister/innen) zu dem Thema.

In einer Zusammenschau dieser Ergebnisse fasste die AG den grundsätzlichen Beschluss, für den Kirchenkreis Niederberg das „Kooperationsmodell“ vorzuschlagen. Dieses kann später zum Modell „Mischformen" erweitert werden, falls z.B. der Bereich der Kirchenmusik auf die Ebene des Kirchenkreises verlagert werden soll.
In der letzten Sitzung der AG wurde ergebnisoffen diskutiert, welchen Grad der Verbindlichkeit das Kooperationsmodell  haben könnte.(Zum Artikel zur letzten Sitzung >>>)

Für die Sitzung am 17. Sep. hat der Superintendent einen Vorschlag als Tischvorlage vorbreitet, der sich von Planungen des Kirchenkreises Solingen ableitet.

Ziel ist es, die Personalplanung praxisnah, einfach und wirkungsvoll durchzuführen. Eine genauere Analyse des bestehenden Personals zeigte aber, dass wir in den betroffenen Berufsgruppen nur über gut 40 Stellen mit einem Umfang von mehr als 50 % insgesamt (etwa die Hälfte im Bereich „Küster/ Hausmeisterinnen/ Reinigung“) verfügen. Davon werden pro Jahr nur wenige Stellen neu besetzt, noch weniger grundsätzlich in ihrem Stellenumfang verändert. Es gilt also, Aufwand und Nutzen einer kooperativen Personalplanung in einem angemessenen Verhältnis zu halten.

Vor diesem Hintergrund schlägt die AG Personalplanung der Kreissynode die folgende Grundentscheidung vor:

  • Im KK Niederberg führen wir zum 1.1.2016 das Kooperationsmodell ein.

  • Dieses kann zukünftig zu einem „Mischmodell“ erweitert werden, wenn uns kreiskirchliche Lösungen sinnvoll erscheinen. Das kann z.B. im Bereich der Kirchenmusik so sein.

  • Als Kooperationsraum gilt der gesamte Kirchenkreis. Damit sind „nachbarschaftliche“ Kooperationen ebenso möglich wie „inhaltliche“ Kooperationen.

Aus dieser Grundentscheidung ergeben sich weitere Entscheidungen und Verfahrenswege:

  • Für den Stichtag 1.1.2016 stellt die Kreissynode im Herbst 2015 den Personalplan fest.

  • Im Verwaltungsamt wird eine ständige, aktuelle Dokumentation des Personalbestands für die Bereiche Jugend / Gemeindehelferinnen / Altentagesstätten, Kirchenmusik, Küster/Hausmeisterinnen eingerichtet. Hier werden auch die Mitarbeitenden berücksichtigt, deren Stellenanteile unter 50% liegen, weil diese für eine genaue Planung wichtig werden können.

  • Das Gremium zur Personalplanung für den gesamten Kirchenkreis wird "KSV+". Dies ist der KSV, erweitert um je eine/n Presbyter/in aus den Gemeinden, die nicht im KSV vertreten sind. Außerdem gehören die MAV dazu und die Beratung der jeweiligen Berufsgruppen.

  • "KSV+" legt der Kreissynode im Herbst eines Jahres den Personalbestand vor und gleicht dies mit dem aktuellen Personalplan ab. Ausserdemschriebt „KSV+“ den Personalplan für das Folgejahr über die Personalentwicklung der Gemeinden weiter und legt diesen Plan der Kreissynode vor.

  • „KSV+“ tritt zusammen, wenn Änderungen im Stellenplan einer Gemeinde angemeldet werden oder wenn personelle Veränderungen auf einer Stelle in Aussicht genommen werden. Der „KSV+“ berät dann mögliche Handlungsoptionen, wie z.B. Zusammenarbeit von Gemeinden, Veränderungen im Stellenplan oder auch die Wahrnehmung von „Meilensteinen“ (Eintritt in den Ruhestand). "KSV+" gibt dann ein Votum an die betreffende Gemeinde / die kooperierenden Gemeinden ab.
    Dieses Votum kann zwei Folgen haben:
    1) Die Gemeinde oder die Kooperationspartner stimmen dem Votum des „KSV+“ zu. Das könnte z.B. bedeuten: Sie stellen dem Vorschlag entsprechend Personal ein, leiten Kooperationen zwischen zwei oder mehr Gemeinden ein, verändern Stellenumfänge oder sprechen –als letztes Mittel- Kündigungen aus.
    2) Die Gemeinde stimmt dem Votum des „KSV+“ nicht zu. Dann wird der KSV aktiv und leitet einen Beratungsprozess ein. Dessen Ziel ist eine einmütige Lösung, die dann auch für den KSV genehmigungsfähig ist.

  • Wir bilden drei regionale Kooperationsräume, die sich auch, aber nicht primär mit Personalplanung beschäftigen. Vielmehr werden dort alle möglichen Kooperationen (gemeinsame inhaltliche Ansätze, Veranstaltungen, Vertretungen, Entlastungen…) erkundet und umgesetzt. Ansätze dazu gibt es schon in einigen Gemeinden unseres Kirchenkreises. Kooperationsausschüsse oder ähnliches können eingerichtet werden.
    Als nachbarschaftliche Kooperationsräume wird vorgeschlagen:
    - „Nordost“:       Langenberg, Neviges, Tönisheide, Dönberg
    - „Mitte“:            V-Mitte, V-DBB, Heiligenhaus
    - „Südwest“        Wülfrath, Düssel, Schöller, Gruiten

Dieser Gesamtvorschlag soll im KSV und mit den Berufsgruppen begesprochen und auf Plausibilität geprüft werden. Dies initiiert Superintendent Buchholz. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind gebeten, den Vorschlag in den Presbyterien zu beraten. Im Februar 2015 wird die AG Personalplanung die Rückmeldungen sichten und weiter beraten.

Auf der Kreissynode am 7./8. 9. 2014 wird über den Stand der Beratungen berichtet. Auf der Kreissynode am 29./30.5.2015 wird ein Beschluss gefasst.