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25.03.15

Flugzeugabsturz über Südfrankreich: Präses Rekowski ruft Gemeinden zum Gebet auf

Einen Tag nach dem Absturz des Germanwings-Fluges von Barcelona nach Düsseldorf wird das Ausmaß der Trauer sichtbar. Diese Katastrophe wirft viele Fragen auf und hinterlässt ein Gefühl der Ohnmacht. „Als Christinnen und Christen haben wir keine vorschnellen Antworten“, sagt Präses Manfred Rekowski, „aber wir können unsere Fragen und Klagen vor Gott bringen“, und ruft die rheinischen Gemeinden zum Gebet auf:


Von jetzt auf gleich
aus dem Leben gestürzt.
Kinder, Jugendliche, Erwachsene – Menschen.
Ihre Zukunftspläne: vernichtet.
Ihre Träume: zerplatzt.

Wie groß muss das Leid derer sein,
die auf sie gewartet haben und es nicht fassen können.
Ihre Tränen: Wer kann sie trocknen?
Ihre Trauer: Wer will sie stillen?

Wir fühlen uns hilflos, Gott!
Wir können nichts tun,
nichts für die Toten,
nicht viel für die Trauernden
und auch nicht viel für uns
in unserer eigenen Angst.

Auch wir hätten in dem Flugzeug sitzen können
oder ein Mensch, der zu uns gehört.

So zerbrechlich ist das Leben, Gott,
so abgründig der Tod.
Wir durchschauen die Nacht der Trauer nicht.
Doch mitten im Dunkel hilf uns hoffen:
Hoffen auf Leben für die Toten.
Hoffen auf Trost für die, die jetzt weinen.
Hoffen auf Kraft für die, die ihnen zur Seite stehen.

Gott, wir flehen dich an:
Weiche nicht von unserer Seite!
Erbarme dich unser!

Amen

(Quelle:EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND, PRESSEMITTEILUNG Nr. 67/2015, Düsseldorf, 24. März 2015)