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10.06.18

Die Kreissynode hat getagt

Freitag 8. Juni und Samstag 9. Juni hat die Kreissynode des Kirchenkreises Niederberg in den Räumen der Evangelischen Kirchengemeinde Langenberg getagt. Die Synode wurde eröffnet mit einem Gottesdienst in der Langenberger Kirche. Die Predigt hielt Prof. Mark Burrows von der Hochschule Rheinland, Westfalen, Lippe. Burrows hielt anschließend auch den Vortrag des Jahresempfangs in der Eventkirche. Sein Thema war die „Kirche des Gerechten Friedens“: 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges thematisiert die Evangelischen Kirche im Rheinland damit, dass Krieg und kriegerische Mittel als letzte Möglichkeiten der Konfliktlösung überwunden werden müssen. Burrows übermittelte Grüße aus der United Church of Christ aus Amerika, die Partnerkirche der Evangelischen Kirche im Rheinland ist. Die UCC hat in der Tradition von Martin Luther King schon eine lange Erfahrung mit gewaltfreiem Widerstand und friedlicher Konfliktbearbeitung und -beilegung.

Neben diesem Vortrag gab es Grussworte von Superintendent Frank Weber aus dem Kirchenkreis D-Mettmann und Ralf Gassen, dem Regionalreferent des Kreisdekanats Mettmann. Musikalisch unterstrichen wurde der Jahresempfang vom Evangelischen Jugendchor in Gemeinschaft mit dem Frauenvokalensemble Dönberg unter der Leitung von Masumi Yamamoto. Ihre Umsetzung besonders des „Somewhere“ aus der „West Side Story“ produzierte atemlose Stille und bei einigen Zuhörern auch feuchte Augen. O-Ton eines Synodalen: „Wenn Herr Trump solche Musik hören könnte, würde er freundlicher mit anderen Menschen umgehen.“

Am Samstag, 9. Juni wurde die Synode mit Beratungen fortgesetzt. Hier stand das Thema der Verwaltung oben auf. Ende April ist der langjährige Verwaltungsleiter Rainer Gerling pensioniert worden. Zudem haben sich zahlreiche neue Arbeitsfelder aufgetan haben und bisherige Kooperationen mit dem Kirchenkreis D-Mettmann z.B. im Bereich der Friedhöfe haben sich bewährt. Deshalb schlug der Kreissynodalvorstand der Synode vor, Möglichkeiten und Wege der Kooperation in Verwaltungsdingen mit dem Nachbarkirchenkreis D-Mettmann zu prüfen. Es sollen erste Schritte im den Bereichen Finanzen und Personal / Einrichtungen unternommen werden und für Ende 2019 eine Fusion der Verwaltungen geprüft werden. Bis dahin soll die Stelle des Verwaltungsleiters in Niederberg nicht besetzt werden. Frau Petra Scholz wurde dazu als ständige stellvertretende Leiterin eingesetzt. Nach gründlicher Beratung folgte die Synode diesem Vorschlag einstimmig.

Im Weiteren wurde die Vesperkirche Niederberg vorgestellt und um Mitarbeit der Gemeinden geworben. Unter dem Motto „Vesperkirche ist Mahl-Zeit und An-Dacht – Vielfalt unterm Kirchedach“ werden im Frühjahr 2019 die Christuskirche in Velbert und die Stadtkirche Wülfrath für je zwei Wochen zu Vesperkirchen. Sie werden umgeräumt zu Gasträumen, in denen jeder ein günstiges Mittagessen bekommt. So sitzen und essen Menschen miteinander, die sich anders nie begegnen würden. Zahlreiche Helfer und Gastgeber sorgen für das leibliche, aber auch für das seelische Wohl der Besucher. Die Vesperkirche soll ausschließlich durch Geld-, Sach- und Zeitspenden ermöglicht werden.

Für diese Kreissynode waren insbesondere auch Jugendliche aus den Gemeinden als Gäste eingeladen. Nach der Vormittagspause brachte Superintendent Jürgen Buchholz die Synodalen mit den Jugendlichen ins Gespräch. Nach Anfangs höflichen Auskünften darüber, was Jugendliche an Kirche gut finden, brachten sie dann doch ihre Kritik auf den Punkt: In den Gemeinden möchten sie als Ansprechpartner auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Gerne würden sie sich dann auch in andere gemeindliche Gremien einbringen. Zu solcher gleichberechtigten Partnerschaft gehört aber auch die Akzeptanz der je eigenen Formen, wie z.B. Jugendgottesdienste. Stellvertretend für die Synodalen bedankte sich Superintendent Buchholz für die offenen Worte der Jugendlichen.