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Schön, dass Sie bei uns vorbeischauen

Coronakrise!!

Wegen der Coronakrise gibt es bis auf Weiteres nur ein sehr eingeschränktes Gemeindeleben in unserer Kirchengemeinde. Alle Veranstaltungen auf dieser Homepage und im Gemeindebrief sind unter Vorbehalt genannt. Sie werden an die aktuelle Entwicklung angepasst. Vieles kann nur im Internet über das Streaming Verfahren verbreitet werden.

Der Link hierfür ist: https://www.youtube.com/channel/UCk9H91SOQPAwzgKHQcr8wHw 

Den aktuellen Gemeindebrief finden Sie hier.

 „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

Mit der Jahreslosung 2020 begrüßen wir Sie herzlich als Gast auf unserer Internetseite. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über das Leben in unserer Kirchengemeinde und laden Sie zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen ein.

Andacht

Monatsspruch Mai: Öffne Deinen Mund für die Stummen, für das Recht aller Schwachen

(Sprüche 31, 8)


Diese Aufforderung richtet sich an uns. Bevor wir handeln, den Mund öffnen für die Stummen, bedrängen uns die Blicke derer, denen die Sprache versagt, die keine Worte finden für das, was ihnen an Unrecht widerfährt. 

 

Viele Gemeindeglieder, die ihre Angehörigen zuhause pflegen, sind darum bemüht, alles zu tun, damit das auch so bleibt. Die Bilder aus den Krankenhäusern haben ihnen vor Augen geführt, was sie auf keinen Fall wollen und in jedem Fall vermeiden möchten: Den anderen alleinlassen, nur noch über das Telefon ein paar Nachrichten schicken können. Wie viel Kraft den Familien zuwachsen kann, die eintreten für menschliche Nähe und Zuwendung eines hilfsbedürftigen Angehörigen, das ist bewundernswert, verdient allen Respekt.

 

Doch wir leben in einer Welt der Gegensätze und Widersprüche: Amnesty International weist im Rückblick auf das zurückliegende Jahr darauf hin, dass zahlreiche Staaten die Gesundheitskrise dazu genutzt hätten, um Rechte einzuschränken oder sogar den Tod bestimmter Bevölkerungsgruppen in Kauf zu nehmen. Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung haben sich durch die Pandemie verstärkt. Vor allem die Rechte der Frauen seien in vielen Ländern sehr gefährdet. 

 

Mich erinnert diese Stellungnahme an meine Erfahrungen vor Jahrzehnten in Brasilien. Damals versuchten mir Mitarbeitende eines Straßenkinderzentrums in Sao Paolo zu verdeutlichen, dass der Schutz des Lebens dieser Kinder nicht unbedingt im Interesse der Herrschenden sei. Sie sagten: Ein Menschenleben ist bei uns nichts wert. Deshalb würden so viele Straßenkinder entführt, zahlungskräftige Europäer kauften ihre Organe. Das ist eine Missachtung der Menschenwürde gepaart mit Rassismus.

 

Ändert sich überhaupt etwas an den Machtstrukturen unserer Welt? Funktionieren die alten Muster schonungsloser Ausbeutung immer noch, die nur dem Stärkeren die Durchsetzung seiner Interessen versprechen?

 

In der Apostelkirche ist das Kreuz zu sehen, das der diesjährige Jahrgang der Konfirmanden*innen zum Thema "100% Menschenwürde -gegen Diskriminierung und Rassismus" gestaltet hat. Die Bilder für Verständigung und Toleranz bringen vor allem das eine zum Ausdruck: die Wertschätzung aller in ihrer Verschiedenheit. Das Kreuz ist ein Hoffnungskreuz, es gibt Anlass zu hoffen, dass gerade junge Menschen ein Gespür dafür haben, was Not tut: Öffne Deinen Mund für die Stummen, für das Recht der Schwachen. 

 

Tun wir es ihnen gleich! 


Mit zuversichtlichen Gedanken und Wünschen


Andrea Kupatz