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Der Vielfalt Gestalt geben - unser leitbild

Die drei "klassischen Säulen" - Verkündigung, Gemeinschaft und Diakonie/Seelsorge - tragen das Dach unserer Gemeinde.

Wir wollen eine offene und einladende Gemeinde sein, in der die/der Einzelne persönlich wahrgenommen wird im Vertrauen darauf, dass die Kraft Gottes ein lebendiges und verbindliches Miteinander schenkt. 

E. Alf

Gesamtkonzeption der Aufgaben der Evang. Kirchengemeinde Velbert-Dalbecksbaum

DER VIELFALT GESTALT GEBEN
Gesamtkonzeption der Aufgaben der Ev. Kirchengemeinde Velbert-Dalbecksbaum

Beschluss des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Velbert-Dalbecksbaum
vom 13. Juni 2003

EINLEITENDE BEMERKUNGEN
Die Ev. Kirchengemeinde Velbert-Dalbecksbaum ist eine relativ junge Gemeinde, deren Gebiet ursprünglich zur Velberter Innenstadtgemeinde gehörte. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges war der Zuzug in das Stadtgebiet so stark, dass sich 1958 im Velberter Westen eine eigene Gemeinde konstituieren konnte, die Gemeinde "Dalbecksbaum".

1956/57 wurde die Apostelkirche gebaut. In den Jahren 1969/70 entstand im Bezirk "Birth" die Erlöserkirche mit angegliedertem Jugendhaus und einer Kindertagesstätte. 1975 folgte der Bau des Begegnungszentrums Kostenberg, das als Altentagesstätte geführt wird. Anfang der 80er-Jahre wurde ein kleineres Gemeindehaus in der Siedlung "Obere Flandersbach" errichtet. 1997 nahm die Gemeinde ihre sozialdiakonische Verantwortung in dem von Jugendkriminalität geprägten Gebiet des Kostenbergs wahr, als sie dort die Trägerschaft für ein weiteres Jugendhaus übernahm. Die Gemeinde betreibt zur Zeit noch drei Kindertagesstätten.

Zwei große Altenheimkomplexe (die Seniorenresidenz und das DRK-Seniorenzentrum) werden von ihr seelsorgerlich betreut.

Demographische Entwicklung
Auf den einstigen Fluren der Landwirte Dalbeck, Clevenhaus, Wordenbeck u.v.a. entstanden in den 50er- und 60er-Jahren zahlreiche Wohnsiedlungen mit Mehrfamilien-häusern und Eigenheimen. Vornehmlich mittelständische Familien ließen sich dort nieder, deren Kinder heute weitgehend weggezogen sind. Die Altersstruktur der Gemeinde lässt in den nächsten Jahren einen starken Zuwachs an SeniorInnen erwarten. Trotz der relativ hohen Kinderzahl, die in den zuletzt gebauten Neubaugebieten (90er Jahre) zu verzeichnen ist, sind die Gemeindegliederzahlen in den vergangenen 15 Jahren stark rückläufig (von 12000 auf 7137). In den Hochhäusern der Bezirke "Birth" und "Kostenberg" , in denen zum größeren Teil auch Familien aus sozial schwachem Milieu wohnen, hat der Anteil an Familien anderer Konfessions- und Religionszugehörigkeit stark zugenommen.

Vor allem bedingt durch die besondere demographische Entwicklung – weniger durch Kirchenaustritte – sind die Einbußen bei den Kirchensteuereinnahmen eklatant.

Deshalb hat sich das Presbyterium in einem mehrjährigen Beratungsprozess zu strukturellen Maßnahmen entschlossen, die das "finanzielle Aus" aufhalten sollen. So groß der Spareffekt auch sein kann, Ziel der Beratungen war es, sich auf das "essentielle Gut" der Gemeindearbeit zu besinnen und dieses nach Kräften und Einsatz zu bewahren.

Beschluss der Zentralisierung der Gemeindearbeit
In seiner Sondersitzung am 20. September 2000 fasste das Presbyterium einen tief-greifenden Beschluss.

In Zukunft soll die Gemeindearbeit in den Gemeinderäumen der Apostelkirche zentriert werden. Es soll ein zentraler Gottesdienst in der Apostelkirche stattfinden.

Begründung: Ressourcen des ehrenamtlichen Engagements sollen gebündelt, eine "Überforderung" Einzelner vermieden werden. Synergieeffekte in Bezug auf Stellen-besetzungen (Küsterdienst/ Organistendienst) können stärker genutzt werden. Soweit möglich können Gemeindegruppen zusammengelegt und von einer Bezugsperson betreut werden. Der Aufwand an Gebäudeunterhaltung wird sich deutlich reduzieren lassen. Das WIR-Gefühl der Gesamtgemeinde wird gestärkt. Eine Identifizierung mit "Velbert-Dalbecksbaum" wird unterstützt und gefördert.

Konkrete Schritte
Es soll nach Lösungen gesucht werden, die übrigen Gemeindehäuser und kosten-intensiven Einrichtungen (GOT-Birth) in eine andere Trägerschaft zu übergeben oder die Gebäude zu veräußern.

Sofern die Gemeindeangebote in den verschiedenen Häusern weiter aufrecht erhalten werden, sollen diese Lösungen als "Interimslösungen" verstanden werden.
Der Gemeindeaufbau konzentriert sich an der Apostelkirche.

ABSCHNITT 1: DIE AUFGABEN
Den folgenden Überlegungen in Hinblick auf eine Gesamtkonzeption der Aufgaben liegen die drei "klassischen Säulen" der Gemeindearbeit zugrunde, die das Dach unserer Gemeinde tragen:

I Gemeinschaft
II Verkündigung
III Diakonie/Seelsorge

I. Gemeinschaft
Apg. 2, 42: Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

"Die Reformation hat den individuellen Glaubenden entdeckt und uns als Kirche bis heute dazu verpflichtet, den einzelnen in seiner besonderen Situation, in seiner je eigenen Biographie und seiner spezifischen Glaubensgeschichte wahr zu nehmen und ernst zu nehmen" (Thies Gundlach).

In einer Gesellschaft, die zunehmend von Vereinzelung und Bindungslosigkeit bestimmt wird, hat die Kirche stärker denn je die Aufgabe Menschen zusammenzuführen, die nach sozialen Relationen suchen, die sich aus einer inneren Verbundenheit mit den Werten christlicher Lebensorientierung zusammenfinden, austauschen und gegenseitig stärken wollen.

Beim Glauben und Zweifeln, beim Fragen nach Gottes Wort und dessen Wirkung im Alltag des Lebens sind wir auf Erfahrungsaustausch und Sozialität sowie auf den Zuspruch und Anspruch der anderen angewiesen.

Wir sollen uns "anreizen" zur Liebe untereinander (Hebr 10,24), zur Fürsorge für Randgruppen und Hilfsbedürftige, zur Offenheit den Menschen gegenüber, die keinen oder nur noch einen geringen Bezug zum kirchlichen Leben haben.

Unsere Aufgabe
Damit Begegnung überhaupt geschehen kann, bieten wir als Gemeinde die unterschiedlichsten Veranstaltungen an. Dazu gehören u.a. regelmäßige Gruppen und besondere Treffpunkte, in denen die Gemeindeglieder jeder Altersgruppe zusammen-kommen.

Problemanzeige
Die festen Gruppen werden von "Außenstehenden" häufig als "geschlossene Gemein-schaften" angesehen.

Die festen Gruppen haben wenig Austausch untereinander. Gemeinschaft wird "nur" als Gemeinschaft in der jeweiligen Kleingruppe erfahren.

Es mangelt an einer "Gesamtidentifikation" mit der Gemeinde, an Beziehung der Gruppen und Einrichtungen untereinander.

Gemeinsames Ziel
Wir wollen eine offene und einladende Gemeinde sein, in der der/die Einzelne persönlich wahrgenommen wird, im Vertrauen darauf, dass die Kraft Gottes ein lebendiges und verbind-liches Miteinander schenkt.

Konkrete Schritte
1. Feste Strukturen der Zusammenarbeit schaffen
• Verbindliche inhaltliche und terminliche Absprachen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in  Hinblick auf die Planung und Durchführung von Gemeindeveranstaltungen 
• Kompetenzen und Verantwortungsbereiche deutlich abstecken bzw. zuweisen
• Stärkere Effektivität der Arbeit durch Bündelung der Aktivitäten in einem Gemeindezentrum
• Aufteilung der Aufgaben in der Gemeinde nach "Gabenorientierung und Schwerpunktbil- dung", vor allem im Tätigkeitsfeld der Pfarrer/in (vgl. Pfarrdienst)

2. Stärkung des "Wir-Gefühls" in der Gemeindeleitung
• Jährlicher Presbyterausflug
• Beisammensein im Anschluss an die Sitzung

3. Regelmäßige gesellige Veranstaltungen mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterin-
 nen und Mitarbeiter

4. Offene Treffs für "Churchies", Kirchenferne und Kirchenneugierige
• Wöchentlicher Treff im Gemeindecafé
• Monatlicher Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen

II. Verkündigung
Mt 4,4: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.
Verkündigung geschieht in der Gemeinde in vielfältiger Form, nicht nur im sonntäglichen Gottesdienst (A), sondern auch durch die kirchenmusikalische Arbeit (B), im Konfirmandenunterricht (C), in diversen Gesprächskreisen, beim Kinderbibeltag, im Kindergottesdienst und Krabbelgottesdienst, in Kindergarten- und Schulgottesdiensten, Laienspielschar, Kunstausstellungen u.v.m..

A. Der wöchentliche Sonntagsgottesdienst

Unsere Aufgabe
Das Angebot des sonntäglichen Gottesdienstes soll ein wöchentliches Ereignis sein, zu dem sich Gemeindeglieder unterschiedlichen Alters und Frömmigkeitsstils unter Gottes Wort versammeln, miteinander beten und das Leben als ein Geschenk Gottes feiern.

Problemanzeige
Die traditionelle Gottesdienstgemeinde bricht zunehmend weg und jüngere Generationen lassen sich durch herkömmliche, für sie "veraltete" Formen der Gestaltung kaum ansprechen. In den vergangenen Jahren wurden kontinuierlich "besondere Gottesdienste" gefeiert, die sich an eine Zielgruppe richteten: Jugendgottesdienste, meditative Gottesdienste, Gottesdienste mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, Gottesdienste mit integriertem Tanz, Gottesdienste mit der Betrachtung einer Kunstinstallation.

Es fehlt die Form des gemeinsamen Gottesdienstes, durch die sich die unterschiedlichsten Zielgruppen ansprechen lassen.

Gemeinsames Ziel
Dem sonntäglichen Gottesdienst soll zukünftig stärkere Aufmerksamkeit gewidmet werden, damit er
1. wieder eine zentrale Rolle im gemeindlichen Leben - als Ausdruck und Erleben der Gemeinschaft der verschiedenen Gemeindegruppen - einnehmen und
2. auch jüngere Menschen, insbesondere Familien, ansprechen kann.

In Blick auf diese beiden Zielrichtungen sind adäquate Änderungen an der Gestalt des Gottesdienstes und seinem "Umfeld" anzustreben, z.B.
• seine regelmäßige Einbindung in ein "soziales Geschehen" (gemeinsames Frühstück, Mittagessen, Predigtnachgespräch o.ä., aber auch eine persönlichere Begrüßung der Gottesdienstbesucher/innen),
• eine stärkere Berücksichtigung moderner Musikformen,
• ein Mehr an Familiengottesdiensten und Gottesdiensten, die thematisch oder meditativ ausgerichtet sind und stärker auch die Sinne der Menschen ansprechen oder ihre aktive Beteiligung ermöglichen,
• vermehrte Abendmahlsfeiern und
• insgesamt eine fröhlichere Atmosphäre.

Konkrete Schritte
1. Einmal monatlich soll ein zentraler Gottesdienst stattfinden, bei dem vorher ein gemeinsames Singen durchgeführt wird. Parallel zu diesem Gottesdienst wird der Kindergottes-dienst-  bzw. eine Kinderbetreuung angeboten, im Anschluss an die Gottesdienstfeier ein Mittagessen. Die Möglichkeit eines Vor- und/oder Nachgespräches wird eröffnet.
2. Für die Begleitung modernen Liedgutes soll eine Band zusammengestellt werden.
3. Neue Gottesdienstbesucher/innen sollen durch persönliche Ansprache geworben werden.
4. Für die Vorbereitung der Gottesdienste soll ein Vorbereitungskreis eingerichtet werden.

B. Die Kirchenmusik
Musik ist Auseinandersetzung mit der geistigen und geistlichen Situation der jeweiligen Zeit und damit eine verändernde Kraft.

Die Pisa-Studie hat die Bedeutung des Singens zur Förderung der Lernfähigkeit von Kindern und damit generell die Musik als Beitrag der Persönlichkeitsentwicklung explizit hervorgehoben.

Auch die Kirchenmusik ist nicht nur Verschönerung kirchlicher Feiern, sie ist lebendiges Instrument zum Gemeindeaufbau und zur Verkündigung, zum Lobe Gottes und seiner Schöpfung. "Davon ich singen und sagen will" heißt es beim Liederdichter und Reformator Martin Luther.


Die Kirchenmusik in der Gemeinde Velbert-Dalbecksbaum umfasst drei Schwerpunkte:

1. Gottesdienst
In Abschnitt II A sind Aussagen über den Gottesdienst gemacht worden, die durch die Kirchenmusik mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln wie Chor- und solistischem Gesang, Orgel- und Instrumentalmusik unterschiedlicher Stilrichtungen gefördert und unterstützt  werden.

2. Gemeindeaufbau durch Kirchenmusik
Musikalische Arbeit mit allen Altersgruppen der Gemeinde
• Musikalische Früherziehung im Kindergarten
• Instrumentalgruppen mit Schulkindern und Erwachsenen
• Gemeindeband mit jungen Erwachsenen
• Madrigalchor
• Seniorenarbeit
• Ausbildung von kirchenmusikalischem Nachwuchs

3. Kirchenmusikalische Veranstaltungen
In Konzerten zu den unterschiedlichen Kirchenjahreszeiten werden Antworten auf existentielle Lebens- und Glaubensfragen gegeben etwa zu den Themen Schöpfung, Ewigkeit, Lob Gottes.

Musikalischer Ausdruck geschieht in all seinen Ausformungen zum Lobe Gottes in der Arbeit im Kultur-Café, beim Kammerkonzert, beim Orgelkonzert.

Bei der Verwirklichung verschiedenster Stilrichtungen wird je nach den Fähigkeiten der Mitwirkenden auf größtmögliche Qualität Wert gelegt.

Problemanzeige
Durch die stete Verfügbarkeit medialer Klangkörper ist die Bereitschaft zu eigener musikalischer Aktivität in unserer Gesellschaft zurückgegangen: Man singt nicht, sondern man lässt singen. Hausmusik wird in unserer Gesellschaft kaum noch gepflegt. Dieser Traditionsabbruch wirkt sich vor allen Dingen auf das Singen im Gottesdienst sowie in der Chorarbeit aus.

Gemeinsames Ziel
Ein besseres Gruppenerlebnis aber als gemeinsam erlebte und gefühlte Musik kann es kaum geben. Das gilt vom Kindergartenkind bis zur Seniorin und zum Senior; es gilt im Gottesdienst und im Konzert. Unsere Kirche ist eine singende und klingende Kirche. Dieser tragende Gedanke bleibt und hat Bestand – vom Kinderlied bis zum Gospel und vom Orgelkonzert bis zum Oratorium.


C. Der Konfirmandenunterricht
Wichtige Inhalte des christlichen Glaubens sollen "mit Herz, Mund und Händen" vermittelt werden. Neben der kognitiven Auseinandersetzung soll eine erlebnisorientierte Umsetzung ermöglicht werden (Praktika, Besichtigungen, Ausflüge).

Der Konfirmandenunterricht wird an zentraler Stelle für alle Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde vierzehntägig und zweistündig durchgeführt.

Am Anfang und am Ende der Konfirmandenzeit findet ein Freizeitwochenende statt.

Die KonfirmandInnen sollen mindestens einmal im Monat den sonntäglichen Gottesdienst der Gemeinde besuchen. (Ein Unterschriftennachweis dient dazu, die Anwesenheit zu belegen.) Es sollen sog. Konfigottesdienste stattfinden, an denen die Konfirmandinnen und Konfirmanden beteiligt werden.

Struktur des Unterrichtes
Nach einem gemeinsamen Anfang gehen die Konfirmandinnen und Konfirmanden und die Unterrichtenden (PfarrerInnen und Jugendmitarbeiter) in feste Kleingruppen auseinander, die über die gesamte Unterrichtszeit bestehen bleiben.

Der "Lernstoff", der auswendig gelernt werden soll und abgefragt wird, beschränkt sich auf folgende Inhalte : Apostolisches Glaubensbekenntnis, Vaterunser, Reihenfolge der biblischen Bücher, 10 Gebote.

Darüber hinaus dient ein besonderer "Vorstellungsgottesdienst" (einige Wochen vor der Konfirmation) dazu, die Auseinandersetzung der Konfirmandinnen Und Konfirmanden mit zentralen Inhalten des christlichen Glaubens deutlich zu machen.

Die Zulassung zur Konfirmation erfolgt nur, wenn der regelmäßige Besuch des Unterrichtes und der Gottesdienste nachgewiesen werden kann. Im Falle einer sich anbahnenden Nichteinhaltung der Vereinbarungen wird der/die Konfirmand/in schriftlich an sein/ihr Versäumnis erinnert; es wird ein Elterngespräch geführt und Eltern sowie Konfirmand/in müssen sich bereit erklären, eine schriftliche Vereinbarung zu unterzeichnen, die Versäumnisse (Unterrichtsstunden und Gottesdienste) nachzuholen.


Erprobungsphase des KU 4

Problemanzeige
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass es zunehmend schwieriger wird, die Konfirmandinnen und Konfirmanden für die Auseinandersetzung mit den Themen des christlichen Glaubens zu öffnen und mit ihnen in einen fruchtbaren Prozess des Austauschs und der Vertiefung einzutreten. Das ist auf entwicklungspschologische und soziologische Veränderungen zurückzuführen.

Deshalb hat sich das Presbyterium entschlossen, das Modell Ku4 oder das sog. Vorkate-chumenat zu erproben. Das erste Konfirmandenjahr findet in der Zeit des 4.Schuljahres statt, das zweite während des 8.Schuljahres. Der Unterricht des ersten Jahres erfolgt ebenfalls vierzehntägig und zweistündig. Die Katechumenen nehmen an den Schulgottesdiensten, Familiengottesdiensten und dem Kindergottesdienst teil. Am Ende des ersten Jahres wird ein gemeinsamer Abendmahlsgottesdienst mit den Eltern gefeiert; es findet eine Abschlussfahrt statt.

Es soll versucht werden einen Mitarbeiterkreis zu gewinnen (Eltern und interessierte Gemeindeglieder), der an der Durchführung der Einheiten beteiligt wird und die Unterrichtenden unterstützt.

Nach dem ersten Erprobungsjahr KU 4 sollen die Erfahrungen ausgewertet werden.


III. SEELSORGE UND DIAKONIE
1. Joh 3,18: Lasst uns nicht lieben mit Worten.., sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
Mt 25, 36: Denn ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht.
Mt 25, 40: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan.

Unsere Aufgabe
Beziehung zu den Menschen in der Gemeinde aufzubauen, ihnen in den unterschiedlichsten Situationen Nähe zu schenken und "Beistand" zu gewähren, ist uns ein besonderes Anliegen.

Seelsorge (A) und Diakonie (B) geschehen in unserer Gemeinde auf vielfältige Weise und in verschiedenen Beziehungsgefügen.


A. Seelsorge
Die pastorale Seelsorge ereignet sich bei Amtshandlungen und Besuchen (Senioren-geburtstags- und Krankenbesuche), die Seelsorge der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (z.B. aus dem Besuchsdienstkreis) vornehmlich bei Seniorengeburtstagen (in der Wohnung der Betreffenden oder in den beiden Altenheimen, in denen die Gemeinde einen Auftrag zur Seelsorge hat).

Problemanzeige
Die Vereinzelung der Menschen nimmt zu und gleichzeitig der Wunsch nach mehr Kontakt. Die zusätzliche Belastung der Pfarrer infolge der Einsparung von zwei Pfarrstellen macht es notwendig, dass sie stärker als bisher durch Ehrenamtliche in ihrer seelsorgerlichen Tätigkeit unterstützt werden. 

Gemeinsames Ziel
Die seelsorgerliche Arbeit ist unabdingbar. Sie gehört zur Wesensbestimmung von Gemeinde. Selbst bei Einschränkungen, bedingt durch die finanzielle Situation, muss die seelsorgerliche Begleitung der Gemeindeglieder gewährleistet sein. Kirche muss den Menschen nahe bleiben, zu den Menschen "gehen", um ihre Nähe zu suchen.

Konkrete Schritte
Der Besuchsdienstkreis soll erweitert werden. 
Ehrenamtliche sollen angesprochen werden, die von dem/der zuständigen Pfarrer/in begleitet und fortgebildet werden.

B. Diakonie
Diakonie ist der Dienst, der zum Leben der Gemeinde gehört.
" Der Glaube der Christen wird in ihrer Diakonie zur Tat der Liebe."

1. Kindertagesstätten
In den drei Kindergärten der Gemeinde wird eine pädagogisch wertvolle Arbeit geleistet (vgl. Konzeptionen der KITA). Kinder und deren Eltern erfahren, "...wie sie in einer Ev.Gemeinde mit anderen zusammen leben, spielen und lernen können". Durch die Kindergärten geschieht Gemeindearbeit mit jungen Familien (Familiengottesdienste, Kindergartengottesdienste, religionspädagogische Elternabende etc.).

Problemanzeige
Eine Kindertagesstätte muss aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten der Gemeinde mit dem Beginn des neuen Kindergartenjahres in eine andere Trägerschaft übergeben werden.

2. Jugendarbeit
Der CVJM ist mit der Gemeindejugendarbeit beauftragt. Ein hauptamtlicher Jugendmitarbeiter unterstützt und begleitet die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Die Jugendlichen können in Gesprächen, in Seminaren, gemeinsamen Aktionen und Freizeiten einüben, wie ein vom Evangelium bestimmtes Leben aussehen kann.

Ihren sozialdiakonischen Auftrag nimmt die Gemeinde außerdem in zwei OT-Zentren wahr, von denen das eine in absehbarer Zeit aus finanzieller Not in eine andere Trägerschaft übergeben werden soll.

Gemeinsames Ziel
Die Arbeit mit jungen Menschen soll stärker als bisher auf die Förderung der gemeindlichen Kinder- und Jugendarbeit konzentriert werden.

Konkrete Schritte
Die Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss gewährleistet sein. Die Öffentlichkeitsarbeit muss verstärkt werden (z.B. Präsentation im Internet). Der Kontakt zu Kindern und Jugendlichen muss auf jede erdenkliche Weise gefördert werden: Gestaltung und Mitwirkung in Gottesdiensten, KU 4-Praxisprojekte und Workshops, Mitwirkung in der Gemeindeband.


3. Seniorenarbeit
Die Seniorenarbeit geschieht vordringlich in Gemeindekreisen (Frauenhilfe, Männerkreis, Mütterkreise, Handarbeitskreise, Seniorennachmittage) und auf Seniorenfreizeiten.

Die meisten Angebote, vor allem besondere Aktionen und Kurse für Seniorinnen und Senioren finden im Begegnungszentrum Kostenberg statt.

Noch wird diese Seniorenarbeit durch öffentliche Fördermittel bezuschusst.

Gemeinsames Ziel und konkrete Schritte
Es ist jedoch geplant, im Zuge der "Zentralisierungsmaßnahmen" die Seniorenarbeit mittelfristig in das Gemeindezentrum Apostelkirche zu integrieren.

Wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass dieses seniorengerecht und behindertengerecht umgebaut wird.

4. Gemeinwesenarbeit
Die bisherige Offenheit gegenüber Gruppen der Bürgergemeinde soll auch in Zukunft bestehen bleiben. In den Gruppen der Bürgergemeinde (z.B. Bürgervereine, Trägerverein des "Bürgerzentrums Obere Flandersbach", Selbsthilfegruppen) arbeiten auch Mitarbeiter und Mitglieder unserer Gemeinde mit. Die Zusammenarbeit mit diesen Gruppen führte bisher zu einem fruchtbaren Austausch.

Das Gemeindecafé wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betrieben: Es ist zu einem beliebten Kommunikationstreffpunkt geworden, an dem auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden.


5. Ökumene
Die Arbeit des "Ökumenischen Arbeitskreises: Fremde brauchen Freunde", der asylsuchende Familien und Flüchtlingsfamilien mit ihren Anliegen ernst nimmt und sie in ihrer Not unterstützt, ist eine besondere Form "politische Verantwortung als christliche Gemeinde" wahrzunehmen.

Die Kontakte zu den katholischen Nachbargemeinden sind vielseitig: ökumenischer Friedenskreis, ökumenische Gottesdienste, Schulgottesdienste, gegenseitige Beteiligung beim Gemeindefest, gemeinsamer Weltgebetstag der Frauen, Bibelwoche, theologische Gesprächsreihen, Familienfreizeit, Sternsingeraktion etc.

Gemeinsames Ziel
Diese Kontakte sollen in Zukunft verstärkt werden und zu einem größeren Austausch an Ressourcen führen; Synergieeffekte in der Zusammenarbeit sind zu nutzen.


6. Partnerschaftsarbeit
Die Gemeinde fördert die Arbeit der kenianischen Partnerkirche (KELC) des Kirchenkreises Niederberg. Gäste der Partnerkirche waren häufig bei Familien in der Gemeinde zu Besuch. Projekte der Partnerkirche werden durch den Basar und besondere Kollekten gefördert. Der Jugendaustausch, den der hauptamtliche Jugendmitarbeiter seit einigen Jahren organisiert, wird vom Presbyterium begrüßt.

Die Kontakte zu den Partnergemeinden in Courcelles/Belgien und Wellmitz/Ratzdorf (Brandenburg) sind konstant und bereichernd.

 

ABSCHNITT 2: DAS PRESBYTERIUM
Das Presbyterium ist das Leitungsgremium der Gemeinde. Es ist weltoffen und Veränderungen gegenüber aufgeschlossen. Es ist nicht "traditionell" geprägt.

Das Vertrauen auf den dreieinigen Gott, der bewegt und erneuert, gibt ihm Kraft und Orientierung. Die Wahrnehmung politischer Verantwortung lässt es über Bezirks- und Gemeindegrenzen hinausschauen und ökumenische Kontakte pflegen. Gottes Wort zu halten ist ihm Maßstab des Handelns.

 

ABSCHNITT 3: DER PFARRDIENST
Die Gemeinde hat aufgrund ihrer Größe und nach dem Umfang ihrer zahlreichen Aufgabenbereiche derzeit drei Pfarrstellen. (Zwei Pfarrstellen wurden bereits abgebaut, nachdem die Pfarrer in den Vorruhestand gegangen sind).

Der besondere Auftrag der Pfarrer/in besteht in der öffentlichen Verkündigung, der Verwaltung der Sakramente , der Unterweisung und der Seelsorge.

Die öffentliche Verkündigung geschieht an den Predigtstätten im Wechsel mit den Kollegen.

Jeder/Jede Pfarrer/in hat einen zugewiesenen "Seelsorgebezirk" , in dem er/sie Sorge trägt für die seelsorgerliche Begleitung der Gemeindeglieder und für die Durchführung der Amtshandlungen. (Die Pfarrer/in regeln ihre Vertretung grundsätzlich untereinander.)

Regelmäßige wöchentliche Dienstbesprechungen dienen nicht nur der Festlegung des Predigtplanes, sondern haben die Funktion, wichtige Fragen zur Organisation und Durchführung des Dienstes zu klären und abzusprechen. Ein offener Austausch wird gepflegt, der die Zusammenarbeit im Team ebnen und verstärken soll.
Die Teamarbeit bezieht sich vor allem auf den kirchlichen Unterricht, dessen Planung und Durchführung.

Über die Grenzen des Seelsorgebereiches hinaus ist jede Pfarrstelle mit einer besonderen Schwerpunktarbeit verbunden, die dazu führt, dass der/die Pfarrer/in für diesen "Schwerpunkt" gesamtgemeindlich Verantwortung trägt und in seinem Dienst bezirksübergreifende Zuständigkeiten wahrnimmt.

1. Pfarrstelle: Jugendarbeit, Betreuung der Seniorenresidenz
2. Pfarrstelle: Kinderarbeit, Erwachsenenbildung
3. Pfarrstelle: Frauenarbeit , Seniorenarbeit, Betreuung des DRK- Seniorenzentrums

Die Arbeit nach Schwerpunkten meint nicht, dass der/die jeweilig Zuständige alle Angebote im Rahmen seines Schwerpunktes durchführt. Hier muss  nach dem Leistungs-aufwand abgewogen und eine praktikable Verteilung der Aufgaben gefunden werden.

Zur Beschreibung der 1. Pfarrstelle:
Der Schwerpunkt Jugendarbeit schließt die Fortbildung und Begleitung der haupt- und ehrenamtlichen Jugendmitarbeiter/innen mit ein, beinhaltet die Begleitung der Jugendgottesdienstarbeit und der Gottesdienstband. Darüber hinaus ist der/die Pfarrer/in für den Gemeindebrief verantwortlich.

Zur Beschreibung der 2. Pfarrstelle:
Der Schwerpunkt Kinderarbeit beinhaltet die Durchführung der Kinderbibeltage und die Zusammenarbeit mit den Schulen. Der Pfarrer/die Pfarrerin ist mit der Betreuung der KITA-Wordenbeck betraut. Zu seinen/ihren Aufgaben gehört auch die Pflege der ökumenischen Kontakte.

Zur Beschreibung der 3. Pfarrstelle:
Der Schwerpunkt Frauenarbeit beinhaltet die Betreuung der Frauenkreise und die Durchführung besonderer Veranstaltungen (Frauenfrühstück, Miriamsonntag, Weltgebetstag der Frauen). Außerdem koordiniert der/die Pfarrer/in die Besuchsdienstarbeit, führt Veranstaltungen im Rahmen von "Kunst und Kirche" durch und betreut die KITA-Sonnenblume.

Anhang

Das Presbyterium hat die am 13. Juni 2003 beschlossene Gemeindekonzeption in drei weiteren Sitzungen am 19. 09., 15. 10. und 12. 11. 2003 beraten und zu den Abschnitten Gemeinschaft, Verkündigung und Seelsorge und Diakonie die folgenden ersten Schritte zu einer Umsetzung beraten.


Abschnitt I Gemeinschaft

1. Jährlich wird ein gemeinsames Dankfest für alle Haupt- und Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter veranstaltet.

2. Bei der Planung der Gemeindeaktivitäten des nächsten Jahres sind stärker als es in der Vergangenheit geschehen ist gesamtgemeindliche Aspekte zu beachten (z.B. um eine Anhäufung von Festen innerhalb eines kurzen Zeitraumes in den verschiedenen Einrichtungen zu vermeiden).
 Ein zentraler Terminkalender soll geführt werden.

3. Die vor 10 Jahren aufgegebene Tradition des „Mitarbeitermittagessens“ soll wieder aufgenommen werden.
 Aus jeder Einrichtung der Gemeinde sollen einmal monatlich 1 – 2 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran teilnehmen können. Es soll in der Regel im Gemeindezentrum Apostelkirche stattfinden. Der Küster ist für die Vorbereitung verantwortlich. Die Kosten trägt die Gemeinde. Ab dem Haushaltsjahr 2004 ist hier eine bestimmte Summe in den Haushaltsplan aufzunehmen.

4. Der zentrale monatliche Gottesdienst findet in der Regel in der Apostelkirche statt.


Abschnitt II Verkündigung

1. Der sonntägliche Gottesdienst soll nach der Grundform II der Liturgie II in der Regel in
folgendem strukturellen Ablauf gefeiert werden.
- Glockengeläut
- Musik zum Eingang
- Begrüßung und Abkündigungen
- Lied
- Biblisches Votum oder Psalm
- Eingangsgebet
- Lied
- (Lesung)
- Predigt
- Lied
- (Glaubensbekenntnis)
- (Hinführung – Abendmahl)
- (Hinführung – Taufe)
- Fürbittengebet (mit liturgischem Zwischengesang)
- Vater unser
- Segen
- Lied
- Musik zum Ausgang

2. An jedem 2. Sonntag im Monat soll ein sogenannter „Themengottesdienst“ angeboten
werden, für den folgende Rahmenbedingungen gelten:
• Die Themen werden - regelmäßig in Anlehnung an den vorgeschlagenen Predigttext - im Voraus so rechtzeitig festgelegt, dass sie im Gemeindebrief und in der Presse veröffentlicht werden können.
• Zur Vorbereitung und Gestaltung des Gottesdienstes arbeiten die zuständigen Pastoren nach Möglichkeit mit einer (jeweils unterschiedlich zu berufenden) Gruppe von Gemeindegliedern zusammen.
• Zu den Themengottesdiensten wird jeweils konkret eingeladen – durch Rundschreiben, durch gezielte Ansprache, durch Beteiligung von Gemeindekreisen und –einrichtungen.
• Die Themengottesdienste sind grundsätzlich mit einem „Rahmenprogramm“ zu verbinden, z. B.:
Vor Beginn des Gottesdienstes: Gemeinsames Singen, Vorgespräch zum Thema
Nach dem Gottesdienst: Predigtnachgespräch, gemeinsames Mittagessen
• Nach Möglichkeit soll während des Gottesdienstes Kinderbetreuung angeboten werden.

3. Bei der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste sollen modernere Musikelemente
stärkere Berücksichtigung finden:
• Mehr rhythmische neue Lieder
• Klavier und Schlagzeug statt Orgel

Eine für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes verfügbare Gemeindeband ist aufzubauen und nachhaltig zu fördern.

4. Entsprechend der Präambel in sämtlichen Dienstanweisungen wird eine vermehrte
Einbindung der Mitarbeiter in die gottesdienstliche Gemeinde erwartet und
eingefordert.


Abschitt III Seelsorge und Diakonie

III A. Seelsorge

1. Die Seniorenbesuche müssen zunehmend von einem ehrenamtlichen Besuchsdienst übernommen werden, da sie von den Pfarrern/der Pfarrerin nicht mehr in dem gewohnten Umfang (70. und 75. Geburtstag, ab dem 80. Geburtstag jeder Jahrgang) geleistet werden können. Vor allem im Hinblick auf die Seniorenresidenz besteht ein erhebliches „seelsorgerliches Begleitungsdefizit“.

2. Die Besuchspraxis in den einzelnen Bezirken sollte einheitlich gehandhabt und von einer Person koordiniert werden.

3. Es ist wünschenswert, daß in Zukunft neben den Senioren auch andere Zielgruppen (z.B. Neuzugezogene, „junge“ Senioren und Seniorinnen) besucht werden.

4. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden angehalten, die kreiskirchlichen Fortbildungs-angebote in Anspruch zu nehmen.


 III B 1. Kindertagesstätten

1. Die Gemeinde erwartet, dass die Arbeit der Kindertagesstätten im Gesamtbild der Gemeinde präsenter wird.
 
2. Mindestens einmal im Jahr soll jede Kindertagesstätte einen Familiengottesdienst gestalten. Zusätzlich sollen mindestens alle 2 Wochen Kindergartengottesdienste stattfinden.
 
3. Die Kindertagesstätten wirken bei der Gestaltung des Gemeindefestes mit.
 
4. Mindestens einmal jährlich soll in den Kindertagesstätten ein religionspädagogischer Elternabend stattfinden.


 III B 2. Jugendarbeit

1. Jugendgottesdienste sollen zukünftig (wieder) zur gewohnten Gottesdienstzeit am Sonntagmorgen stattfinden, – möglichst als Bestandteil der monatlichen thematischen Gottesdienste (siehe Konkretisierung zu  Abschnitt II.A. Der wöchentliche Sonntagsgottesdienst).

2. Für die am Gottesdienst teilnehmenden Konfirmandinnen und Konfirmanden soll regelmäßig (möglichst jeden Sonntag) ein Rahmenprogramm (z.B. „Teestube“) angeboten werden.

3. Darüberhinaus soll auch der Gottesdienstbesuch der ehrenamtlichen Jugendmitarbeiterinnen und –mitarbeiter durch geeignete Maßnahmen (z.B. durch gemeinsames Frühstück) gefördert werden.

4. Im Blick auf das KU 4-Projekt ist ein altersspezifisches Freizeitangebot mit religionspädagogischen Akzenten für die dreijährige Zwischenzeit zwischen erstem und zweitem Unterrichtsjahr zu entwickeln.

5. Eine Beteiligung an der Ökumenischen Bibelwoche (siehe Konkretisierung zu Abschnitt III.B.5. Ökumene) durch ein zumindest eintägiges altersgemässes Projekt ist anzustreben.

6. Weiterhin soll regelmäßig durch geeignete Veranstaltungen (Einführungskurse, Workshops u.a.) für die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Jugendmitarbeiterinnen und –mitarbeiter Sorge getragen werden.

7. Für Kinder im Grundschulalter und Jugendliche jenseits des Konfirmationsalters sollen auch in Zukunft alterstypische Freizeitangebote (Jungscharen, Projekttage, Disko-Angebote, musikalische Angebote u.a.) gemacht werden.

8. In den Schulferien soll auch in Zukunft ein entsprechendes Freizeitangebot – durch einzelne Projekttage und/oder längere Freizeitmaßnahmen – vorgehalten werden.

9. Die Beteiligung von Jugendmitarbeiterinnen und -mitarbeitern bei der Organisation und Durchführung der Konfirmandenfreizeiten, insbesondere ihres Spielprogramms, ist auch weiterhin erwünscht, ebenso die Beteiligung an der Planung und Durchführung des jährlichen Gemeindefestes, vornehmlich  eines begleitenden Kinder- und Jugendprogramms.


 III B 3. Seniorenarbeit

1. Eine Betreuung von Seniorenrandgruppen (z.B. Senioren mit Suchtproblemen) mit dem Ziel, einer Vereinsamung entgegen zu wirken, ist anzustreben.
 
2. Angehörige anderer Kulturen/Religionen/ Herkunft sollen nach Möglichkeit integriert werden.

3. Die Zusammenarbeit mit bzw. die Unterstützung von pflegenden Angehörigen soll verstärkt werden.
 
4. Den besonderen Bedürfnissen der „Jungen Alten“ (z.B. verstärktes Lernbedürfnis) sollte durch ein entsprechendes Angebot Rechnung getragen werden.
 
5. Gemeindeübergreifende Projekte mit anderen sozialen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen) sind anzustreben. Die „biografische Arbeit“ bei den Senioren soll gefördert werden.
 
6. Senioren sollen zur Mitgestaltung besonderer Seniorengottesdienste gewonnen werden.
 
7. Für die Seniorenarbeit sollen vermehrt ehrenamtliche Mitarbeiter gewonnen und gefördert werden.
 
8. Sponsoring der Seniorenarbeit ist generell und projektbezogen einzufordern.


III B 4. Gemeinwesenarbeit

1. Der Kontakt zwischen Presbyterium und Rat der Stadt Velbert soll (wieder) in der Form institutionalisiert werden, dass die Kirchengemeinde im zweijährlichen Rhythmus zu einem gemeinsamen Treffen einlädt.

2. Jeweils zu Jahresanfang sollen Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Institutionen des Gemeinwesens (Rat, Kirchen, Bürgervereine, soziale Hilfseinrichtungen u.a.) – möglichst im Zusammenhang einer größeren Gemeindeveranstaltung (z.B. eines Kirchenkonzertes) – zu einem Jahresempfang eingeladen werden.

3. Daneben sollen die bestehenden – zumeist persönlichen – Kontakte zu den verschiedenen Institutionen des Gemeinwesens im Gemeindegebiet weiterhin gepflegt werden.


III B 5. Ökumene

1. Der ökumenische Gottesdienst am Buß- und Bettag ist seit vier Jahren eine gemeinsame Veranstaltung der Birther Gemeinden und der Kirchen am Berg. Er wird im Wechsel in einer der Kirchen (Erlöserkirche, Pauluskirche, Apostelkirche, Don Bosco-Kirche) gefeiert und – in der Regel – vom Ökumenischen Friedenskreis vorbereitet. Seine Bedeutung als wesentlicher Ausdruck des ökumenischen Lebens sollte zukünftig stärker in das Bewusstsein gerückt werden.

2. Die Ökumenische Bibelwoche, ursprünglich eine seit vielen Jahren gepflegte Form der Zusammenarbeit von katholischer und evangelischer Gemeinde in Birth, soll zukünftig stärker auch im Süden des Gemeindegebietes Beachtung finden. Auch eine Beteiligung von Jugendlichen im Rahmen eines altersgemäßen begleitenden Projektes (siehe Konkretisierung zu Absachnitt III.B.2. Jugendarbeit) ist wünschenswert.

3. Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Zusammenarbeit der Chöre von evangelischer Kirchengemeinde und den beiden katholischen Kirchengemeinden soll auch zukünftig im Rahmen von zweijährlich stattfindenden Chorkonzerten fortgeführt werden.

4. Die seit Jahren etablierten Formen der ökumenischen Zusammenarbeit mit den katholischen Kirchengemeinden – bei der Sternsingeraktion der Grundschulkinder, bei Schulgottesdiensten, bei theologischen Gesprächsreihen und im Ökumenischen Friedenskreis – sind beizubehalten.


 III B 6. Partnerschaftsarbeit
 
1. Mit Gemeindegliedern aus Courcelles und Wellmitz finden einmal jährlich Begegnungen statt. Diese Begegnungen sollen durch Kollekten finanziell unterstützt werden.
 
2. Die Gemeinde arbeitet im synodalen Partnerschaftsausschuss für die Partnerschaft des Kirchenkreises mit der Kenianischen Lutherischen Kirche (KELC) mit. Sie unterstützt die Partnerschaftsarbeit finanziell mittelbar durch Zahlungen an den Kirchlichen Entwicklungsdienst (KED) und durch besondere Aktionen (z.B. Erlös des Adventsbasars, des ökumenischen Sternsingens)

 

 

Gemeindelogo

Das Erkennungszeichen unserer Kirchengemeinde lädt zum Meditieren ein:  

 

Blätter, die sich zu einem Baum zusammenfügen, der sich in der Form eines Blattes wiederfindet als Zeichen für die Vielfalt in der Einheit.