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15.02.17

Dorothea Müller ist die neue Leiterin der Evangelische Beratungsstelle für Ehe-, Lebens- und Familienfragen

Dorothea Müller

Dorothea Müller

 Ein Interview von Frank Wessel mit Dorothea Müller

F. Wessel (W): Frau Müller, Sie leiten seit dem 1.1.2017 die Evangelische Beratungsstelle für Ehe-, Lebens- und Familienfragen. Aber ursprünglich hatten Sie andere berufliche Pläne?

Dorothea Müller (M): Ja, das ist richtig. Nach dem Abitur habe ich mich zunächst für die Musik entschieden und an der Musikhochschule in Dortmund studiert, erst Instrumentalpädagogik für Violine und anschließend auch noch Allgemeine Musikerziehung. Die nächsten Jahre habe ich dann mit sehr viel Freude an Musikschulen unterrichtet, viele Jahre auch hier an der Musik- und Kunstschule in Velbert. In dieser Zeit habe ich auch selber in vielen Konzerten und Gottesdiensten als Geigerin mitgewirkt.

W: Wie sind Sie dann zur Psychologie gekommen? Was hat Sie dazu bewegt?

D: Nachdem ich einige Jahre unterrichtet hatte, kam der Wunsch auf, noch mal etwas Neues dazu zu lernen. So habe ich mich dann entschlossen, neben meiner Unterrichtstätigkeit noch mal zu studieren. Dass es die Psychologie sein würde, war mir gleich klar, weil ich sie als sehr sinnvolle Ergänzung zu meinen pädagogischen Ausbildungen betrachtet habe. Also habe ich dann an der Ruhr-Universität Bochum mein Psychologie-Studium aufgenommen.

W: Sagen Sie doch bitte kurz etwas zu ihren beruflichen Stationen als Psychologin.

M: Als Psychologin habe ich 2009 mit der Beratungstätigkeit an der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Velbert begonnen. Die Schulpsychologie war für mich eine gute Möglichkeit, an meine bisherige Unterrichtstätigkeit anzuknüpfen. 2012 wurde die Schulpsychologische Beratungsstelle dann mit der Erziehungsberatungsstelle zusammengelegt, so dass ich seitdem auch in der Erziehungsberatung gearbeitet habe. Seit Januar diesen Jahres bin ich jetzt an der Ev. Beratungsstelle tätig.

W: Wie haben Sie sich im psychologischen Bereich noch weitergebildet?

M: Zunächst einmal habe ich meine Ausbildungen zur Systemischen Beraterin und Systemischen Schulcoach am Institut für Systemische Ausbildung und Entwicklung in Weinheim absolviert. Dann habe ich mir speziell noch andere Weiterbildungen ausgesucht, insbesondere in Akzeptanz- und Commitmenttherapie, in Paartherapie, in körperorientierter Therapie und auch in Gesundheitscoaching und zum Konzept der Neuen Autorität.

W: Was liegt Ihnen am Herzen im Umgang mit den Menschen, die zu Ihnen kommen?

M: Mir bereitet es Freude, mit Menschen eng zusammen zu arbeiten und ihnen Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Lebenslanges Lernen und persönliche Entwicklungen von Menschen sind mir etwas sehr Bedeutendes. In meiner Unterrichtstätigkeit habe ich Schüler in ihrer musikalischen und auch persönlichen Entwicklung unterstützt und begleitet, oftmals über viele Jahre hinweg. In der Beratungstätigkeit geht es mir darum, den Klienten Entwicklungen zu ermöglichen, ihre eigenen Ressourcen zu nutzen, um Schwierigkeiten zu überwinden oder anders mit ihnen umgehen zu können.

W: Jetzt leiten Sie die Beratungsstelle. Was ist Ihnen wichtig in dieser neuen Tätigkeit?

M: Ein Blick auf die Landschaft von Beratungsstellen zeigt, dass diese recht unterschiedlich aufgestellt sind, alle ihr mehr oder weniger eigenes Profil aufweisen, was die konkreten Angebote, auch im präventiven Bereich, oder thematische Schwerpunkte betrifft. Als Leitung habe ich sicherlich mehr Möglichkeiten, eigene Vorstellungen von der Arbeit an einer Beratungsstelle einbringen zu können, thematische Schwerpunkte zu setzen, aktuelle Themen und sich verändernde Bedarfe aufgreifen und konzeptionelle Weiterentwicklungen kreativ gestalten zu können.

W: Was denken Sie, wo Sie da in einem Jahr stehen werden?

M: Ich würde mir wünschen, in einem Jahr sagen zu können, dass wir an der Beratungsstelle weiterhin ein starkes Team sind, unsere Arbeitsweise und Angebote gut überdacht haben und unseren Klienten ein bestmögliches Beratungsangebot zur Verfügung stellen können. Und da bin ich ganz optimistisch, dass das gelingt, da ich ein sehr offenes, wertschätzendes und engagiertes Team angetroffen habe.

W: Ich Danke für das Interview und wünsche Ihnen zusammen mi dem Team einen guten Start.