Kirchenkreis Niederberg: Kreissynode und Jahresempfang
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17.06.17

Kreissynode und Jahresempfang

Henning Boecker, LKA der EKiR

Ralf Gassen, Kreisdekanat Mettmann

Emil Weise, Stellv. Bürgermeister Velbert

Heinz Schemken, Ex-OB Velbert, Ex MdB

Kerstin Griese, MdB und Mitgliede des Rates der EKD

Peter Beyer, MdB

Heike Waeger

Siegrid Wagner-Schluckebier, Kreiskantorin

Vom 9. bis 10. Juni 2017 tagte die Synode des Kirchenkreises Niederberg. Die Kreissynode besteht aus insgesamt 68 Delegierten aus den Evangelischen Kirchengemeinden und anderen berufene Mitgliedern. Sie entscheiden gemeinsam über die Belange des Kirchenkreises. Die Kreissynode wird von dem Superintendenten, Pfr. Jürgen Buchholz, geleitet.

Die Synode begann am Freitag, 9. Juni um 17.30 Uhr mit dem Eröffnungsgottesdienst in der Evangelischen Kirche auf Tönisheide. Hier predigt als Gast Pfr. Matthias Schmid, der sich für mehrere Kirchenkreise um Fragen der Ökumene, Mission und einer nachhaltigen Wirtschaft bemüht. Formal wurde die Synode danach unterbrochen und erst am Samstag weitergeführt.

Inhaltlich wurde zum Jahresempfang des Kirchenkreises Niederberg im Gemeindehaus auf Tönisheide übergeleitet. Hier gab es kurze Grußworte u.a. von Henning Boecker. Der Jurist Boecker ist Leiter des Dezernats  für Diakonie, Fundraising und Steuern im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland und zudem der stellvertretende Leiter der Abteilung für Finanzen und Diakonie. Er hält den Kontakt vom Landeskirchenamt zum Kirchenkreis Niederberg.
Ralf Gassen überbrachte Grüsse aus dem Katholischen Kreisdekanat und betonte die wohltuenden ökumenische Kooperation.
Der Stellvertretende Bürgermeister der Stadt Velbert, Emil Weise, grüsste die Kreissynode und betonte die gemeinsame soziale Verantwortung von Kirche und Stadt. Ihn begleitete der Ex-OB und frühere MdB Heinz Schemken.
Den Reigen beendeten Kerstin Griese, MdB und Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, sowie Peter Beyer, MdB.
Den musikalischen Rahmen der Kreissynode bestritten Heike Waeger und Kreiskantorin Sigrid Wagner-Schluckebier, u.a. mit einer "Improvisation" über Martin Luthers Kirchenlied "Ein feste Burg ist unser Gott".

Am Samstag wurde die Kreissynode weitergeführt. Nach der Andacht wurden vielfältige Themen beraten. So ging es u.a. um einen Rückblick auf einen ökumenischen Besuch aus Kenia und Ungarn im Jahr 2016. Die Gäste hatten in einem Bericht festgehalten, was ihnen im Kirchenkreis Niederberg und seinen Gemeinden aufgefallen war. Die Presbyterien der Gemeinden haben diesen Bericht in der Zwischenzeit diskutiert. Die Ergebnisse dieser Beratungen wurden auf der Synode zusammengefasst. Im weiteren ging es um einen "Niederberger Reformationstext" anlässlich des Reformationsjubiläums 2017. Hier hat eine Arbeitsgruppe in Analogie zu Martin Luthers Thesen aktuelle Thesen entwickelt. Diese wurden auf der Synode vorgestellt.

Vermutlich der wichtigste Punkt sind die Veränderungen im Bereich der Kindertageseinrichtungen. Nach langwierigen Vorbereitungen gehen die Einrichtungen im Gebiet der Stadt Velbert zum 1.8.2017 aus der Trägerschaft der einzelnen Gemeinden in einen Trägerverbund über, der beim Kirchenkreis Niederberg angesiedelt ist. Dies wurde nötig angesichts einer immer komplexeren Gesetzeslage; zudem kann die Stadt Velbert nun mit einem Träger verhandeln und nicht - wie bisher - mit mehreren Gemeinden, als Träger der Kindertageseinrichtungen. Für die Arbeit in den Einrichtungen vor Ort wird sich kaum etwas ändern und die Kinder werden weiterhin in die KiTa "Ihrer" Gemeinde gehen.

Ausserdem ging es der Synode um die Intensivierung der Zusammenarbeit der Gemeinden. Im vergangenen Jahr hatten sich Gemeinden verabredet und "Auswärtsspiele" gefeiert: Eine Gemeinde zog mit Pfarrer, Kirchenmusiker, Küster und Gemeindegliedern an einem Sonntag in eine andere Gemeinde um und feierte dort Gottesdienst nach heimatlicher Art. Anschließend diskutierten die Besucher über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Diese Auswärtsspiele sollen als "Freundschaftsspiele" weitergeführt werden; auch das muss die Synode entscheiden.

Nicht ganz der letzte, aber auch ein wichtiger Beratungspunkt war ein Antrag an die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland auf Veränderung bei den Presbyterwahlen sein. Hintergrund ist die geringe durchschnittliche Wahlbeteiligung in den letzten Durchgängen. Bei der letzten Presbyterwahl lag die Wahlbeteiligung durchschnittlich unter 10%; zudem wurde in einigen Gemeinden gar nicht gewählt, weil es nicht mehr Kandidaten, als zu vergebene Stellen gab. Vor diesem Hintergrund hat die Kreissynode nach intensiver Diskussion einen Antrag an die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland auf Veränderung des Wahlsystems verabschiedet.